Du sollst einfach bleiben!

Einfache und unverarbeitete (!!) Nahrung beeinflusst Deine Leistung maßgeblich! Das lernte auch ich erst im Laufe meiner sportlichen Karriere kennen und schätzen. Könnte ich nun die Zeit zurückdrehen, dann würde ich mich als Spitzensportlerin noch viel einfacher ernähren und etwa mehr auf Kohlenhydrate und Proteine aus pflanzlichen Quellen setzen. Auch kurze Zucker und Gluten ("bread makes you slow") würde ich, zumindest in Zeiten großer Belastungen, von meinem Speisezettel verbannen.

Du sollst keinem Etikettenschwindel aufliegen!

Teilerfolge gehen sich auch dann aus, wenn Talent und Trainingsleistung mit mangelnder Professionalität gepaart sind. Wasser allein in der Trinkflasche genügt fordernder Tätigkeit nicht, Orangen- oder Holundersaft werden ihrem Namen selten gerecht: zu wenig Salz, zu viele sonstige Inhaltsstoffe und vor allem zu viel kurzer Zucker. In Deiner Trinkflasche benötigst Du den richtigen Mineralstoffdrink, also die richtigen Mengen an Wasser, Salz und Maltodextrin. Nichts anderes. Und übrigens: ein richtiger Sportsdrink ist kein Alltagsdrink. Lass Dich also nicht für dumm verkaufen und trinke abseits des Sports am besten Wasser.

Du sollst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

In den ersten Minuten nach dem Sport verlangt Dein Körper nach guten Kohlenhydraten und den richtigen Aminosäuren. Eine Portion Kartoffelpüree mit Spiegelei erfüllt diesen Zweck hinlänglich. Klar, das lässt sich bei den Wenigsten einrichten: deshalb greift man unmittelbar nach dem Sport zum entsprechenden Recoverydrink, dessen Zuckeranteil ausschließlich aus Maltodextrin bestehen sollte. Auch beim Protein bestehst Du am besten auf hochwertiges Whey-Protein. Das Credo meines Supplement-Experten Andreas Ratz: Je weniger desto besser (Zusatznahrung) - aber das Nötige professionell gestaltet.

Du sollst dich nicht belügen!

Eine 300-Gramm-Tafel Schokolade mag gut sein fürs Gemüt und dich für so manchen Aufwand belohnen, Baustein für eine solide Sportlernahrung ist sie nicht. Das musste auch ich in meinem ersten Triathlon-Jahr feststellen, als ich mir den Weg zu einem Triathlon nach einer um die um die Ohren geschlagenen Nacht versüßte.

Aber: Du sollst genießen!

Das ist hier kein Plädoyer für genussfreien Lebensmittelkonsum – auch Schokolade muss sein. Nur eben zum richtigen Zeitpunkt. Auch ein auf Geschmack optimiertes Kaufhaus-Müsli darf sein, aber alles im Wissen: in Maßen, nicht in Massen und alleinig mit dem Vorsatz Genuss.

Hier erfahren Sie hier mehr darüber wie Sie Wasser, Salz und Kohlenhydrate im Ausdauersport einsetzen