Bandverletzungen: Alle Infos, alle Maßnahmen

Verletzungen der Bänder zählen zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Gemeint ist damit die reversible oder irreversible Schädigung eines Bandes.

Bänderriss, Bandruptur oder Bandverletzung bezeichnet die teilweise bis vollständige Zerreißung eines Gelenkbandes.

Der Grund dafür ist meist ein Trauma. Dabei kann die betroffene Struktur lediglich gedehnt, aber auch eingerissen beziehungsweise gerissen sein.

WIE LANGE DAUERT ES BIS EINE BANDVERLETZUNG VERHEILT?

Normalerweise beträgt die Heilungsdauer bei einem Bänderriss etwa sechs Wochen bis zu mehreren Monaten, abhängig von der Komplexität der Verletzung. Ein vollständiger Riss der Bänder erfordert in der Regel eine längere Heilungszeit im Vergleich zu einer Verletzung, bei der die Bänder nicht vollständig gerissen sind.

WIE BEMERKT MAN ÜBERHAUPT, DASS EIN BAND GERISSEN IST?

Nach einer Bandverletzung treten in der Regel starke Schmerzen auf, begleitet von Schwellung, Druckempfindlichkeit, Blutergüssen (Hämatomen) und Einschränkungen der Beweglichkeit im betroffenen Gelenk. Bei einem Riss kann es sein, dass Betroffene ein deutliches Geräusch wie ein Knallen, Krachen oder Knacken wahrnehmen. Oft ist es dann nicht möglich, das betroffene Gelenk zu belasten, insbesondere im Fall einer Verletzung des Sprunggelenks.

WAS IST BEI EINER BANDVERLETZUNG ZU TUN?

In den ersten Tagen nach der Verletzung ist es entscheidend, das betroffene Gelenk durch Hochlagern zu entlasten. Kühlung ist ebenfalls wichtig, um die Schwellung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern.

Bandverletzungen erfordern immer eine sorgfältige Diagnose und eine entsprechende Behandlung und Geduld, um die optimale Heilung zu gewährleisten. Lassen Sie sich bei Schmerzen an einem Band beziehungsweise an einem Gelenk immer unverzüglich durch einen Arzt beraten. Eine genaue Diagnose durch einen Arzt ist entscheidend, um die richtige Behandlung für Ihre spezielle Bandverletzung festzulegen.

DIE WICHTIGSTEN MASSNAHMEN

Bei Bänderverletzungen ist es wichtig, den Heilungsprozess zu unterstützen und gleichzeitig die betroffene Stelle zu entlasten, um weitere Schäden zu vermeiden. Hier sind einige Maßnahmen, die helfen können, eine schnellere Genesung zu fördern:

ÄRZTLICHE DIAGNOSE: Lassen Sie sich bei Schmerzen an einem Band beziehungsweise an einem Gelenk immer unverzüglich durch einen Arzt beraten. Eine genaue Diagnose durch einen Arzt ist entscheidend, um die richtige Behandlung für Ihre spezielle Bandverletzung festzulegen.

RUHE UND SCHONUNG: Entlasten Sie die verletzte Stelle und vermeiden Sie alle Belastungen, die die Bänder weiter strapazieren könnten. Dies hilft, weitere Verletzungen zu verhindern. Sie geben so dem Körper die Möglichkeit, sich möglichst schnell zu regenerieren.

KÜHLUNG: Kühlung kann helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Verwenden Sie dafür Eispackungen oder kalte Kompressen und tragen Sie sie mehrmals täglich für jeweils etwa 3-mal 5 Minuten auf die verletzte Stelle auf. Sobald es Ihre Verletzung erlaubt, können Sie auch das betroffene Gelenk in einem Bach kühlen. Dies fördert die Durchblutung und unterstützt den Heilungsprozess.

KOMPRESSION: Eine leichte Kompression mit einem elastischen Verband kann Schwellungen reduzieren und die Stabilität des verletzten Gelenks verbessern. Achten Sie jedoch darauf, den Verband nicht zu fest anzulegen, um die Durchblutung nicht zu beeinträchtigen.

HOCHLAGERN: Lagern Sie die verletzte Extremität erhöht, um die Durchblutung zu fördern und Schwellungen zu reduzieren. Legen Sie dazu das betroffene Bein oder den betroffenen Arm auf ein Kissen oder eine Erhöhung, insbesondere während des Liegens oder Sitzen.

PHYSIOTHERAPIE: Sobald es der Heilungsprozess zulässt, kann Physiotherapie helfen, die Beweglichkeit, Kraft und Stabilität der betroffenen Gelenke wiederherzustellen. Ein Physiotherapeut kann mit Ihnen spezifische Übungen und Techniken durchgehen und damit die Genesung beschleunigen.

ENTZÜNDUNGSHEMMENDE MASSNAHMEN: Entzündungen können den Heilungsprozess verzögern. Vermeiden Sie daher entzündungsfördernde Aktivitäten wie Rauchen und Alkoholkonsum. Außerdem können entzündungshemmende Medikamente auf Anweisung Ihres Arztes helfen, Schmerzen und Entzündungen zu kontrollieren.

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL: Einige Nahrungsergänzungsmittel können helfen, den Heilungsprozess zu unterstützen, indem sie die Bildung von Kollagen und die Regeneration des Gewebes fördern. Dazu gehören unter anderem Vitamin C, Glucosamin und Chondroitin.

ERNÄHRUNG UND NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

L-PROLIN UND L-LYSIN

L-Prolin comp. Kapseln enthalten die Aminosäuren L-Prolin und L-Lysin, die für die Kollagensynthese essenziell sind. Besonders L-Prolin ist für die Kollagenproduktion in Zusammenarbeit mit dem Vitamin C entscheidend. Eine Kur von mindestens 4 Wochen, zusammen mit physiotherapeutischen Maßnahmen, bietet optimale Bedingungen für die Heilung.

Beginnen Sie mit einer Dosierung von 3-mal täglich je 2 Kapseln für 3 Wochen und reduzieren Sie dann auf 3-mal täglich je 1 Kapsel.

L-Prolin kommt übrigens insbesondere in Rind- und Schweinefleisch, aber auch in Geflügel, in Fisch und Meeresfrüchten, sowie in Milchprodukten und Eiern vor. Hülsenfrüchte, sowie Sonnenblumenkerne und Sesamsamen enthalten kleine Mengen an L-Prolin. 

HOCHDOSIERTES VITAMIN C

Vitamin C ist unerlässlich für die Bildung von Proteinen im Körper. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Regeneration von Verletzungen. Eine ausreichende Zufuhr ist entscheidend, um die Kollagenproduktion aufrechtzuerhalten und Entzündungen zu reduzieren.

Nehmen Sie im Falle einer Bandverletzung täglich eine Kapsel gepuffertes Vitamin C ein.

Folgende Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin C: Obst und Gemüse, Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte und Hagebutten, Fruchtsäfte, Brokkoli, Tomaten, Spinat, Gemüsepaprika, schwarze Johannisbeeren, Petersilie, Grünkohl.

RUTIN, PANKREATIN UND CURCUMIN

Sportlabor Trauma Kapseln setzen sich aus dem gefäßstabilisierenden Naturstoff Rutin und dem enzymatisch wirkenden Pankreatin zusammen. Sie sind ein entzündungshemmendes Präparat, das „gefäßabdichtend“ wirken kann und gerade in den ersten Tagen einer traumatischen Bandverletzung den Abtransport von Mediatoren vorantreiben und den Heilungsprozess beschleunigen kann.

Nehmen Sie initial 3 mal täglich 2 Trauma Kapseln, jeweils vor dem Essen ein. Nach einer Woche reduzieren Sie die Dosis auf 2 mal täglich auf je 2 Kapseln. 

Der Curcumin-Extrakt kann über das Enzym Cyclooxygenase-2 entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Daraus ergibt sich das breite Anwendungsspektrum der Sportlabor Curcumin-Extrakt Kapseln. Sowohl beim "Leaky-Gut-Syndrom" als auch in der alternativen Schmerztherapie hat sich dieses Präparat mittlerweile einen fixen Platz erobert.

Wegen der schlechten Wasserlöslichkeit empfehlen wir die Sportlabor Curcumin-Extrakt Kapseln gemeinsam mit einem pflanzlichen Öl einzunehmen. Curcumin Kapseln können vor dem Essen - vorzugsweise mit einem Esslöffel nativem Öl, etwa Omega-3-Algenöl, Lein-, Raps- oder Olivenöl - eingenommen werden.

Abhängig von der Intensität der Entzündungsreaktion sollten Sie 2 bis 3 mal täglich 1 bis 2 Kapseln einnehmen.

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WHEY-PROTEIN/BCAAS + MALTODEXTRIN

Vor und nach dem Training oder vor bzw. nach der Physiotherapie empfehlen wir einen Proteindrink mit Maltodextrin. Dies liefert Baustoffe für die Bänder und unterstützt die Regeneration.

Mischen Sie 3 Esslöffel Proteindrink S-CARB mit 1 Esslöffel Maltodextrin in 300 ml Mandel- oder Reismilch. Gut durchmischen und kurz ruhen lassen. Vermeiden Sie die Zubereitung mit Milch.

Setzen Sie in Ihrer Ernährung grundsätzlich auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Versuchen Sie, wegen der darin möglicherweise enthaltenen Entzündungsfaktoren, auf Milchprodukte zu verzichten, bzw. reduzieren Sie sie nach Möglichkeit. Versuchen Sie möglichst viel Fisch und Ei zu essen. Verleiden Sie kurze Zucker ebenso wie Wurstwaren. 

GLUKOSAMINSULFAT UND CHRONDROITINSULFAT

Glucosaminsulfat und Chrondroitinsulfat unterstützen die Produktion von belastbarem Kollagen. Eine Kur mit den Sportlabor Gelenkschutzkapseln möglichst über 3 Monaten hinweg wird empfohlen, um die Wirkung zu maximieren.

Nehmen Sie 3-mal täglich eine Kapsel mit viel Flüssigkeit ein. Die Wirksamkeit tritt verzögert auf, hält aber nach Absetzen des Präparates bis zu 3 Monate an.

MSM

MSM (Methylsulfonylmethan) kann bei der Behandlung von Bewegungsapparat-Erkrankungen hilfreich sein. Es hat antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, die insbesondere den Gelenken zugutekommen. Zudem wirkt sich MSM positiv auf den Knochenstoffwechsel aus. MSM wird gerne mit den Gelenkschutzkapseln und mit Vitamin C kombiniert.

Nehmen Sie zweimal täglich eine Kapsel mit viel Flüssigkeit ein.

OMEGA-3 FETTSÄUREN

Omega-3 Fettsäuren stabilisieren das Immunsystem und können Entzündungen in den Gelenken vorbeugen.

Täglich einen Esslöffel Sportlabor Sportlabor Omega-3-Liquid einnehmen.

Während Omega-6 Fettsäuren in der westlichen Diät in hinreichenden Mengen vorkommen, finden Sie Omega-3 Fettsäuren nur in ausgewählten Lebensmitteln, wie in Lein- und Perillaöl, im Fisch- oder im Algen-Öl. Omega-3 Fettsäuren bestehen aus DHA’s und EPA’s und darüber hinaus aus weiteren ungesättigten Fettsäuren. 

Omega-3-Fettsäuren in Fisch und pflanzlichen Ölen haben eine entzündungshemmende Wirkung und eignen sich daher gut für den Ernährungsplan bei Arthrose. Ungünstig sind dagegen Fleisch und Wurstwaren sowie tierische Fette, aber auch Milchprodukte. Sie führen unter anderem dazu, dass sich im Körper die entzündungsfördernde Arachnidonsäure bildet.

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