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Mit dem Einkaufen fortfahrenKetone sind kleine energiereiche Moleküle, die in der Leber gebildet werden, wenn die Verfügbarkeit von Kohlenhydraten sinkt. Die wichtigsten Ketonkörper sind Beta Hydroxybutyrat, Acetoacetat und Aceton.
Diese Begriffe kannst du auch gleich wieder vergessen, denn viel wichtiger ist, wie diese Moleküle entstehen: Sie werden aus Fettsäuren gebildet und dienen als alternativer Brennstoff, insbesondere für das Gehirn, das unter normalen Bedingungen primär auf Glukose angewiesen ist.
Ketone sind aber kein Notfallmechanismus, sondern ein evolutionär verankertes Energiesystem, das bei Nahrungsrestriktion, Fasten oder sehr kohlenhydratarmer Ernährung aktiviert wird.
Der physiologische Zustand, in dem die Konzentration von Beta Hydroxybutyrat im Blut messbar ansteigt, wird als Ketose bezeichnet. Von "nutritional ketosis" spricht man, wenn dieser Zustand durch eine gezielte Ernährungsumstellung erreicht wird.
Supplemental Ketosis hingegen beschreibt eine Anhebung der Ketone durch exogene Zufuhr, meist in Form von "Beta Hydroxybutyrat -Salzen" oder "-Estern". Beide Wege erhöhen die Ketone im Blut, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihrer metabolischen Tiefe.
Nutritional Ketose entsteht durch eine deutliche Reduktion der Kohlenhydratzufuhr. Sinkt die Zufuhr von Glukose, reduziert sich auch die Insulinausschüttung.
Und das ist ganz wichtig, denn niedriges Insulin erlaubt eine verstärkte Freisetzung von Fettsäuren aus dem Fettgewebe. Ist andererseits viel Insulin da, ist dieser Prozess blockiert. In der Leber werden diese Fettsäuren oxidiert und zu Ketonkörpern umgewandelt. Dieser Prozess wird als Ketogenese bezeichnet.
Für sportliche und metabolische Ziele gelten Werte zwischen 1,0 und 2,0 mmol pro Liter als sinnvoller Bereich. Dieser Bereich signalisiert, dass der Organismus Fett als primäre Energiequelle nutzt und Ketone aktiv produziert.
Der entscheidende Hebel ist die Kohlenhydratmenge. In der Regel liegt die Schwelle bei maximal 20 bis 50 Gramm Netto Kohlenhydraten pro Tag. Netto bedeutet, dass Ballaststoffe abgezogen werden. Entscheidend ist, dass die Kohlenhydratzufuhr konstant niedrig bleibt, damit Insulin dauerhaft reduziert bleibt.
Parallel dazu muss die Proteinzufuhr ausreichend, aber nicht exzessiv sein. Protein wird bei Bedarf über Glukoneogenese teilweise zu Glukose umgewandelt. Für Athleten sind etwa 1,8 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sinnvoll, um Muskelmasse zu erhalten. Fett dient als Hauptenergieträger und deckt den restlichen Kalorienbedarf.
Merke: Wenn du in den Ketose Threshold willst, musst du die Nettokohlenhydratmenge auf unter 50 Gramm reduzieren. Gleichzeitig solltest du darauf achten etwa 2 Gramm Protein je kg Körpergewicht und Tag aufzunehmen, damit du keine Muskulatur abbaust. Wiegst du 70 kg, dann bedeutet das 140 Gramm an Protein pro Tag.
Um die Schwelle von 0,5 mmol pro Liter zuverlässig zu erreichen, sind drei Faktoren entscheidend. Erstens eine konsequente Kohlenhydratrestriktion über mehrere Tage bis Wochen. Zweitens ein moderates Energiedefizit oder zumindest keine Überernährung, da hohe Kalorienzufuhr die Fettmobilisierung hemmt. Drittens eine ausreichende Elektrolytversorgung, da Natrium und Magnesiumverluste in der Anfangsphase hoch sind und die Adaptation sonst erschwert wird.
Fasten ist ein zusätzlicher Beschleuniger. Bereits 16 bis 24 Stunden Nahrungsabstinenz können die Ketone deutlich anheben. Längere Fastenperioden führen meist schneller über die 1,0 mmol Grenze, sind aber im Leistungssport nicht dauerhaft notwendig.
Klassisch: Es existieren verschiedene Formen der ketogenen Diät. Die klassische ketogene Diät ist sehr fettreich und enthält etwa 70 bis 80 Prozent der Kalorien aus Fett.
Für Sportler idealer: Die proteinbetonte ketogene Diät erhöht den Proteinanteil und ist für Athleten praktikabler.
Zyklisch: Die zyklische ketogene Diät integriert gezielte Kohlenhydratphasen. Für Aktive und Athleten bedeutet das, dass sie meist um intensive Trainingsreize herum mehr Kohlenhydrate aufnehmen.
Zielbezogen: Die targeted ketogene Diät erlaubt kleine Kohlenhydratmengen direkt vor oder nach hochintensiven Einheiten, ohne den Gesamtstoffwechsel dauerhaft aus der Ketose zu führen.
Alle Varianten verfolgen vor allem ein Ziel. Insulin niedrig halten, Fettsäuren mobilisieren, Ketonkörperproduktion stimulieren.
Im Sport entscheidet nicht Ideologie, sondern Energieverfügbarkeit. Eine proteinbetonte ketogene Diät ist für Athleten meist die praktikabelste Variante, da sie mit 1,8 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht Muskelmasse schützt und Regeneration absichert.
Reine High-Fat-Ansätze ohne ausreichendes Protein sind im Leistungssport aber auch bei Aktiven die beispielsweise viel in den bergen sind nicht sinnvoll.
Für das Trainingsmanagement gilt: Grundlageneinheiten im niedrigen Intensitätsbereich eignen sich ideal als Fettstoffwechselsessions, gerne auch nüchtern oder mit sehr geringer Kohlenhydratzufuhr.
So wird die mitochondriale Anpassung gefördert und die metabolische Flexibilität verbessert. Hochintensive Intervalle, Wettkampfsimulationen oder schwere Kraftblöcke hingegen erfordern verfügbare Energie. Hier kommt die zyklische oder zielbezogene Strategie ins Spiel.
Zyklisch bedeutet, gezielt an besonders intensiven Trainingstagen die Kohlenhydratzufuhr moderat zu erhöhen, um Glykogenspeicher aufzufüllen und Leistungsqualität zu sichern. Zielbezogen heißt, kleine Mengen schnell verfügbarer Kohlenhydrate direkt vor oder nach hochintensiven Einheiten einzusetzen, ohne den Gesamtstoffwechsel dauerhaft aus der Ketose zu bringen.
Entscheidend ist das Prinzip: Fettstoffwechsel trainieren, wenn Intensität niedrig ist. Kohlenhydrate zuführen, wenn Leistung oder Regeneration es verlangen. Ketose im Sport ist kein starres System, sondern strategisches Energiemanagement.
Ketone ohne vollständige Diätumstellung
Supplemental Ketose wird durch die Einnahme exogener Ketone erreicht. Dabei wird meist Beta Hydroxybutyrat direkt zugeführt. Der Blutspiegel steigt rasch an, oft innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Der Vorteil liegt in der schnellen Verfügbarkeit.
Der Nachteil besteht darin, dass die zugrunde liegende metabolische Umstellung Klarerweise nicht vollständig erfolgt.
Um den Ketose Schwellenwert über 0,5 mmol pro Liter durch Supplemente zu erreichen, sind meist 6 bis 10 Gramm reines Beta Hydroxybutyrat notwendig. Die Wirkung hält mehrere Stunden an, abhängig von Dosierung und individueller Stoffwechselrate. Für mentale Leistungsphasen oder als Übergang in die Ernährungsumstellung kann dies durchaus sinnvoll sein, will man aber Gewicht verlieren, muss man den Insulinspiegel niedrig halten.
Entscheidend ist also zu verstehen, dass exogene Ketone die Kohlenhydratrestriktion nicht vollständig ersetzen. Hohe Glukosewerte und hohe Insulinspiegel verhindern die volle Aktivierung der Fettverbrennung, auch wenn Ketone im Blut messbar sind.
Der Ketose Threshold von 0,5 mmol pro Liter wird erreicht, wenn die Leber mehr Ketone produziert als der Körper unmittelbar verbraucht. Dies geschieht, wenn Insulin niedrig ist und die Fettmobilisierung hoch.
Praktisch bedeutet das eine stabile Kohlenhydratrestriktion, also keine ständigen Zwischenmahlzeiten mit Glukosezufuhr und ausreichend Zeit für metabolische Anpassung.
Diese Stoffwechselanpassung dauert in der Praxis bei den meisten Menschen drei bis sieben Tage, um zuverlässig in Ketose zu kommen. Bei insulinresistenten Personen kann es länger dauern. Training, insbesondere moderates Ausdauertraining im nüchternen Zustand, beschleunigt den Prozess, da Glykogenspeicher schneller entleert werden.
Die Kombination aus kohlenhydratarmer Ernährung, ausreichendem Protein, moderater Kalorienkontrolle und gezielter Trainingsbelastung ist der effektivste Weg, um den Ketose Threshold zu überschreiten und stabil zu halten.
In der ketogenen Ernährung setzt du auf Fleisch wie Rind oder Huhn, fetten Fisch wie Lachs oder Makrele, Eier, Käse, gesunde Fette wie Olivenöl und Butter, Nüsse sowie kohlenhydratarmes Gemüse wie Brokkoli, Zucchini oder Spinat. Beeren sind in kleinen Mengen möglich, Wasser, Kaffee und Tee sind ideal.
Vermeiden solltest du Zucker, Süßigkeiten, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, die meisten Obstsorten, zuckerhaltige Getränke, stark verarbeitete Lebensmittel und süßen Alkohol. Entscheidend ist eine klare Kohlenhydratreduktion, damit du stabil in Ketose bleibst.
> Mehr erfahren: Eat Smart. Burn Fat. Stay in Ketosis.
Müsste man während einer ketogenen Diät nur drei Supplemente priorisieren, dann wären es Magnesium, Omega-3 Fettsäuren und Vitamin D3. diese. Nicht aus Marketinggründen, sondern aus physiologischer Logik. Eine Ketodiät verändert den Elektrolythaushalt, die Substratnutzung und teilweise auch die hormonelle Regulation. Genau dort sollte man ansetzen.
Magnesium steht an erster Stelle. In der Ketose sinkt Insulin, die renale Natriumausscheidung steigt und damit gehen auch Magnesiumverluste einher. Genau hier entstehen viele typische „Keto-Symptome“ wie Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schlafstörungen oder reduzierte Leistungsfähigkeit.
Unsere Kombination aus Malat, Bisglycinat und Taurat ist funktionell stark. Malat unterstützt die mitochondriale Energieproduktion, Bisglycinat wirkt nervenstabilisierend und gut verträglich, Taurat unterstützt neuromuskuläre Regulation.
In einer Phase mit erhöhter Fettoxidation und Trainingsbelastung ist Magnesium kein optionales Supplement, sondern ein physiologisches Fundament.
An zweiter Stelle steht Omega-3. In der Ketose steigt die Fettzufuhr deutlich. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern die Qualität der Fette.
Deine Dosierung mit 640 mg EPA und 460 mg DHA pro Tagesdosis ist leistungsorientiert. EPA moduliert entzündliche Signalwege, DHA stabilisiert neuronale Membranen.
Gerade bei Gewichtsreduktion, intensiven Trainingsphasen oder Sportarten mit hoher mechanischer Belastung wirkt Omega-3 wie ein regulatorischer Gegenspieler zu systemischer Entzündung.
An dritter Stelle würde ich Vitamin D setzen. In einer Diätphase, besonders mit Kaloriendefizit, ist die hormonelle Stabilität entscheidend. Vitamin D beeinflusst Muskelkraft, Immunfunktion und indirekt auch die Testosteron- und Schilddrüsenachse.
Mit 50 µg pro Kapsel liegst du in einem leistungsorientierten Bereich. In Kombination mit der erhöhten Fettzufuhr einer ketogenen Ernährung wird Vitamin D effizient aufgenommen.
Ketone sind kein exotisches Molekül, sondern ein integraler Bestandteil menschlicher Energiephysiologie. Nutritional Ketose aktiviert das körpereigene Fettstoffwechselsystem. Supplemental Ketose kann gezielt unterstützen. Wer den Threshold erreichen will, muss sein Insulin kontrollieren, Kohlenhydrate konsequent reduzieren und dem Stoffwechsel Zeit zur Anpassung geben.
Im Leistungssport geht es nicht um Extreme, sondern um metabolische Präzision. Ketose ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug.