Fitte Menschen sollten anders über Süßes denken

Fitte Menschen sollten anders über Süßes denken

Klar, das wissen wir: Zucker kann das Risiko an kardiovaskulären Erkrankungen zu erkranken stark erhöhen. Dazu gehören Erkrankungen des Herzens, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, starke Gewichtszunahme und viele mehr. Was wir noch wissen: Viele von uns essen zu viel Zucker. Und das jeden Tag. Denn zu viel vom weißen Gold darf es nicht sein: Frauen sollten nicht mehr als 6 gehäufte Teelöffel zu sich nehmen, Männer nicht mehr als 9. In vielen Staaten denkt man mittlerweile sogar über eine Strafsteuer für Süßes nach. Dies betrifft insbesondere stark gezuckerte Erfrischungsgetränke.

Wie sieht es aber mit Sportlern aus?

Sollte man Zucker ganz und gar aus seiner Diät verbannen? Nein! Man sollte nicht einfach eine ganze Klasse zum Sündenbock machen. Man muss differenziert und moderat denken. Wir verdammten in der Vergangenheit zum Teil zu Unrecht Fette aus unserer Diät, aber "gute Ernährung" ist eben kein "Alles-Oder-Nichts-Prinzip". Dies gilt vor allem für Sportler.

Achtung: Zuckerzusätze

Neben den offensichtlichen "Bösewichten" wie etwa süßen Erfrischungsgetränken, sind vor allem die Zuckerzusätze ein großes Problem. Und die findet man fast überall. In Yoghurts, Weißbrot, natürlich in Keksen und sogar in der Pizza. Diese kurzen Zucker werden vom Körper schnell aufgenommen und sorgen so im Insulinhaushalt für Tiefs und Spitzen. Dies bringt den Energiehaushalt aus dem Gleichgewicht und macht Gelüste nach Energie fast unkontrollierbar. Stark verarbeitete Lebensmittel sind es also, die das Hauptproblem darstellen. Dann gibt es natürlich die "natürlichen" Zucker, die man in Vollkorngetreide, Milchprodukten oder im Gemüse findet.

Aber Zucker ist doch Zucker?

"Nein", so Dr. Andreas Ratz, "Kartoffel und Grünkohl haben Vitamine und Mineralien, vor allem aber Faserstoffe mit im Gepäck". Und diese Faserstoffe bremsen die Verdauung und damit die schnelle Aufnahme der Zucker. Obwohl es uns allen - auch Athleten - gut täte an diesen prozessierten Zuckern zu sparen, brachen wir natürlich den Zucker und zwar möglichst in Form von gesunden Zuckern - und damit sind lange Kohlenhydrate gemeint - um unseren Körper mit Energie zu versorgen. Vor allem im Sport", so Andreas Ratz.

Denke Deinen Sportsdrink neu!

Sport soll sich gut anfühlen und dafür benötigt man klarerweise Energie. Dies gilt auch für lange und intensive Trainingseinheiten. Hier sollte man schon so um die 300 bis 400 kcal pro Stunde zu sich nehmen. Ob diese Energie dann im Getränk, in einer Banane oder in einem Energieriegel steckt ist egal.

Andererseits gibt es auch Trainingseinheiten, in denen man sich ausschließlich im Fettstoffwechsel aufhält. Hier genügen wirklich Natrium, ein bisschen Kalzium und natürlich Wasser, um den Organismus gut zu versorgen. "Nur Wasser zu trinken halte ich für unklug, denn der Körper verliert Salz und dieser Verlust sollte in jedem Fall ausgeglichen werden", Andreas Ratz weiter, "man sollte sich schon Gedanken machen, was man im Sport trinkt, denn der Alltagsdrink ist selten für das Training geeignet und wenn ja dann eben nicht für den Alltag."

Recover & Repair!

Nach intensiven oder langen Trainings muss man vor allem Kohlenhydrate und Proteine zu sich nehmen. Kohlenhydrate, um dem Körper die Energie zur Verfügung zu stellen, die er dazu benötigt, seine Systeme wieder aufzufüllen und Proteine, um den eben gesetzten Trainingsreiz entsprechend in Kondition umwandeln zu können. Man kann eine Portion Kartoffelpüree mit Spiegelei essen oder einen Regenerationsdrink zu sich nehmen, der genau aus diesem richtigen Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Proteinen besteht. Egal wie man es macht - schnell sollte man das in jedem Fall erledigen. Im Idealfall sofort nach dem Training. Hier zählt jede Minute. Wartet man zu lange stellt sich der Trainingseffekt nur bedingt oder gar nicht ein, denn der Körper baut dann Muskelmasse ab, um sich mit Energie zu versorgen. Und genau das will man eigentlich nicht.  

Links:

Mineralstoffdrink
Recoverydrink