Andreas Ratz über Geschmack, Zucker und die Tücken des Frühlings

Andreas Ratz über Geschmack, Zucker und die Tücken des Frühlings

Sie bieten bei Mineralstoff- und Recoverydrink im Gegensatz zur Konkurrenz nur wenige Geschmäcker an. Warum?

Das ist ganz einfach. Beim Mineralstoffdrink gibt es Orange und Limette, beim Recoverydrink Vanille und Kakao. Alles andere müsste man künstlich herstellen und das wollen wir nicht in unseren Produkten haben. Beim Orangengeschmack verwenden wir beispielsweise nur geriebene Orangenschale. Ich bin aber keineswegs ein passionierter Öko-Eiferer. Das hat sich im Sportlabor einfach so über die Jahre etabliert und dabei bleiben wir auch.

Geschmack an sich ist aber schon wichtig?

Klar, denn die Trinkkultur während des Sports ist essentiell. Wir haben unseren Drink aber nur für den Sport konzipiert und nicht als Alltagsdrink, um etwa den Umsatz zu steigern. Im Büro sollten die Leute ganz einfach Wasser trinken. Die Entwicklung unserer Drinks passierte anfangs  ja nur für Spitzensportler und damit auch gemeinsam mit ihnen. Die Athleten haben das in unzähligen Trainingslagern und Wettkämpfen getestet: Interessanterweise wollen sie langfristig einen eher dezenten, nicht zu süßen Drink. Nur der ermöglicht es nämlich, das Getränk während langer Trainingsperioden und vor allem während Wettkämpfen gerne und in ausreichender Menge zu trinken.

Aber auch inhaltlich wird der Mineralstoffdrink weiterentwickelt?

Wir versuchen beim Mineralstoffdrink gerade den Rohrzucker durch reinen Traubenzucker zu ersetzen. Das ist zwar "tricky", würde den Drink aber „purer“ machen und – das ist am wichtigsten – das brächte für die Sportler inhaltliche Vorteile. Diese Zusammensetzung gibt es noch nicht am Markt und auch das ist für uns eine riesen Motivation.

Im Allgemeinen ist ja Zucker nicht gleich Zucker?

Ja. Und Kalorie ist nicht gleich Kalorie. Die Kalorie, die aus dem Zucker stammt, ist die schlechteste. Die nutzloseste ist sicher die Kalorie aus dem Alkohol (lacht). Aber im Ernst: Den Zucker benötigen wir fast nur für den Sport und zur Regeneration. Die Regeneration wäre an sich 30 Minuten nach dem Sport beendet. Insgesamt sollte man sich abseits der Bewegung im Laufe eines Tages ohnehin immer kohlenhydratärmer ernähren. So stimmt auch wieder der alte Gedanke: Frühstücken wie ein König und Abendessen wie ein Bettler. 

Wir befinden uns gerade „Mitten im Frühling“, wo Laufen und Radfahren, trotz sehr wechselhaftem Wetter, schon am täglichen Bewegungsplan stehen. Gib es dazu die eine oder andere Empfehlung?

Gerade im Frühling sollte man mit Bewegung und Stress einerseits und den Stresspuffern Schlaf und Ernährung andererseits sehr bewusst und gewissenhaft umgehen. Zusätzlich kann man gerade jetzt Vitamin D, kombiniert mit einem Immunpräparat wie dem Zink-Selen-OPC, supplementieren. Will, oder muss man Gewicht verlieren, dann kann man noch L-Carnitin mit Grüntee einnehmen (funktioniert aber nur in Kombination mit Sport) und Abends den Proteindrink Pur zu einem sehr kohlyhydratarmen Abendessen trinken. Der erhöht nämlich das Sättigungsgefühl. Die darin enthaltenen Aminosäuren triggern zusätzlich den Fettabbau.