Andreas Ratz: "Jeder Fußballer, der ins Schwitzen kommt, benötigt genügend Flüssigkeit und Salz."

Andreas Ratz, als Pharmazeut der Initiator des Sportlabors, versieht nicht nur seine Produktpalette mit dem Etikett Einfachheit. Auch die, auf die Trainingsbelastungen abgestimmten flankierenden Maßnahmen der Sporternährung, müssen zuerst einfach sein und funktionieren, bevor man sich detaillierteren Supplementierung widmet. Dieses Prinzip bestätigt sich insbesondere durch Kooperationen im Fußball.

Wie kommt es zu Kooperationen im Fußball, etwa mit der WSG Swarovski Tirol oder dem FC Wacker Innsbruck?

Andreas Ratz: Am Anfang gibt es meist das Bedürfnis von Sportlern nach individueller Betreuung und den richtigen Sportgetränken. Oft kommen auch die Physiotherapeuten der Teams mit speziellen Problemstellungen auf uns zu. Man muss wissen, dass viele der Produkte am Massenmarkt für den Spitzensport nicht geeignet sind. Hier zu wenig Salz, dort die falschen Zucker. Damit kommen dann einige Sportler nicht zurecht.

Wie würden Sie Ihre Philosophie umschreiben?

Andreas Ratz: Mein Antrieb ist es, dem Sportlerbedürfnis auf möglichst einfache Weise nachzukommen. Das beginnt bei den Produkten selbst und endet in der Beratung. Es geht darum unkomplizierte Standards zu etablieren und diese Grundlagen langfristig und konsequent umzusetzen. Ich erwarte mir im ersten Schritt einfach nur, dass die Spieler während und nach der Belastung das richtige und vor allem genug davon trinken. Ausnahmslos und bei jedem Training. Wenn möglichst viele Spieler eines Teams diese Verhaltensweisen erlernen und verinnerlichen, dann ist schon ein riesen Schritt getan. Nur, das ist viel herausfordernder als man glaubt.

Wie lässt sich einem Laien die Systematik dahinter erklären?

Andreas Ratz: Wir gehen von einem klar definierten Stufenplan aus. Demzufolge ist Supplementierung nicht Selbstzweck, sondern basiert auf nachvollziehbaren Grundlagen.

Inwiefern lässt sich auf Basis einer breiten Angebotspalette von Grundlagen sprechen?

Andreas Ratz: Erstens - jeder, der ins Schwitzen kommt, benötigt genügend Flüssigkeit, einen Mineralstoffersatz und, abhängig von Dauer und Intensität der Belastung, die richtige Art und Menge an Kohlenhydraten. Dies deckt der Mineralstoffdrink ab. Zweitens - um die Regeneration zu verkürzen, bedarf es einer Mischung aus Kohlenhydraten und Proteinen. Wir nehmen dazu den Recoverydrink. Hier muss vor allem das Timing stimmen. Das gilt eigentlich für alle Sportler in allen Sportarten. Das sind die beiden wichtigsten Pfeiler unserer Supplementierung.

Was wäre dann für bewanderte Spieler der nächste Schritt?

Andreas Ratz: Man könnte sich Gedanken machen, ob man in manchen Trainings oder Spielen, etwa bei großer Hitze und Luftfeuchte, mehr Salz benötigt und wie man mit Energiebilanzen umgeht. Auch das ist wieder einfach: Mit Salzkapseln erhöht man gegebenenfalls den Salzgehalt der Drinks, Maltodextrin kann man sowohl zum Mineralstoffdrink als auch zum Recoverydrink individuell hinzudosieren.

Was machen Sie nicht?

Andreas Ratz: Wir machen vieles nicht (lacht). Wir machen zum Beispiel nicht bei jedem Geschmackserlebnis mit. Das ist oft im Fußball ein Thema. In Sportlabordrinks findet man beispielsweise keine schlechten Zucker, wie Saccharose oder Fruktose, ebenso verzichten wir auf künstliche Süß- und Geschmacksstoffe, auch auf Farb- und Konservierungsstoffe.

Sie können eine breite Referenzliste an Sportlern in den verschiedensten Sportarten vorweisen. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Fußballern?

Andreas Ratz: In erster Linie geht es um Vertrauen, das in persönlichen Gesprächen entsteht. Wir sind nicht keine Blackbox. Unser Angebot soll, nein es muss auch für einen verständlich sein, der biochemisch nicht bewandert ist. Kleine und einfache Schritte machen den Unterschied. Viele wundern sich anfangs und fragen mich: "Was das ist alles?" Spieler müssen sich aber nach den beschriebenen Kriterien einzubringen und engagieren. Vor allem bei jüngeren Spielern braucht es dazu aber nicht nur disziplinierte Athleten -  es braucht auch leistungsfähige Menschen im Umfeld der Athleten.

Links
Sportlabor Mineralstoffdrink
Sportlabor Recoverydrink
Sportlabor Salzkapseln
Sportlabor Maltodextrin

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